Wie angekündigt hier zwei weitere Grübelmuster…
Das Entscheidungs-Grübeln
Wer kennt das nicht, man steht vor einer wichtigen Entscheidung und dort muss man alle Alternativen abwägen. Man ist unsicher ob man auch wirklich alles bedacht hat. Es ist völlig normal, dass man weitreichende Veränderungen gründlich überlegt und es durchaus auch gut zwei Wochen dauern kann. Doch wenn dauerhaft keine Handlung auf das Grübeln erfolgt, weil sich die Meinung stets ändert, kann dieses Grübeln emotional blockieren und nicht zuletzt in eine Depression führen. Das gilt vor allem für Menschen, die eine große Furcht vor Fehlern haben und an sich sehr hohe Ansprüche stellen.
Eine Studie der Universität Amsterdam zeigt, dass es bei wichtigen Entscheidungen das Beste ist, das Thema für einige Zeit bewusst zurückzustellen und Ablenkung zu suchen. So kann das blockierte Gehirn wieder arbeiten. Ganz intuitiv wird sich nach einiger Zeit die Entscheidung auf der Gefühlsebene klären.
Das Sorgen-Grübeln
Hierbei handelt es sich um negative Gedanken um alles und Jeden. Kaum kommt man zur Ruhe fängt die Gedankenmühle an zu mahlen, reicht das Geld? Kommen die Kinder in der Schule klar? Will mein Partner sich trennen? Usw. Hier sollte man in sich gehen und nachhören ob in der Tat für diese Gedanken eine ernsthafte Grundlage besteht. Wenn ja, muss hier eine Handlung der Veränderung erfolgen. Wenn die Ängste keine Grundlagen haben, kann man mit sich selber einen festen Termin vereinbaren, wo man sich Zeit nimmt für diese Sorgen.
Das hat den Vorteil, dass man in einem inneren Dialog sich selber sagen kann, wenn wieder eine Grübelattacke über einen bricht, jetzt habe ich anderes zu tun, wir haben einen Termin. Damit arrangiert man sich und verurteilt sich nicht selber.
Am Abend ist es hilfreich, ganz bewusst die Sorgen mit der Kleidung abzustreifen, daraus kann ein hilfreiches Ritual entstehen. Denn die Sorgen haben jetzt einen festen Termin.
Teil -3- folgt….

